Innerhalb des STADTRADELNs haben zehn Teilnehmende am 10. Juni eine interessante Kultur-Tour erlebt. 18 Uhr startete die Gruppe eine mehr als dreistündige Fahrt zu kulturellen kleinen und großen Highlights in Taucha und den Ortsteilen. Die Tour führte dorthin, wo engagierte Leute in ihrer Freizeit das Zusammenleben in unserer Stadt schöner, besser und lebenswerter machen. Wir als Mitfahrende waren beeindruckt von der Vielfalt der Dinge, die gemeinsam voran gebracht werden.
Musikalisches in Seegeritz
Erste Haltepunkte waren in Seegeritz. Dort besuchten wir mit einer kurzen Stipvisite die Probe der langjährig musizierenden Musiker der Band "Bona Parthe". Natürlich gab es auch etwas auf die Ohren, waren die Herren doch mit dem Alter nicht leiser geworden. Musikalisch ging es weiter und wir fuhren zum Übungsraum einer neu gegründete Volkstanzgruppe. Da der Leiter selbst mit auf Tour war, wurde mit allen Anwesenden ein Tänzchen eingeübt. Qualtitativ war noch Luft nach oben, aber Spaß hat es auf jeden Fall gemacht.

Nächster Haltepunkt war der Bücher- und Spielzeug-Treff in Seegeritz. Dort erfuhren wir von Frau Thalheim, wie die Initiator*innen der Ortsgemeinschaft es schafft, für die Seegeritzer gemeinsame Veranstaltungen zu organisieren und die neu geschaffenen Anlagen um den Dorfteich zu pflegen. Übrigens ist die Stelle für Bücherfreunde aus Taucha kein Geheimtipp mehr. Weiter ging es zu den Mandan-Indianern. Diese Liebe zur nordamerikanischen Kultur, so schilderte Frau Mandry, wird in Taucha seit 1958 gepflegt. Die Vereinsmitglieder und Kindergruppen auf Besuch erleben auf dem Gelände im Wald zwischen Seegeritz und Tauchaer Kernstadt spannende Zeiten.

Sportliches an der Kriekauer
Vor der Baustelle des neues Funktionsgebäudes am Sport- und Freizeitzentrum in der Kriekauer Straße erwartete uns Herr Simon, der mit allen Gegebenheiten des Baus vertraut ist und einen guten Überblick über die Bauweise des Gebäudes gab. Für die Sportlerinnen und Sportler wird das eine spürbare Verbesserung ihrer Trainingsbedingungen kommen. Das waren für alle wirklich informative 20 Minuten.
Er"bauliches" in Plösitz
Mehr Zeit gab es nicht, da wir bereits in Plösitz erwartet wurden. Dort begrüßten uns einige Mitglieder des neu gegründeten Vereins "Parthedorf Plösitz e.V. Die Plösitzer Initiative schaffte es, das Gelände des erst kürzlich geschlossenen Kindergartens zu übernehmen. Herr Dossin erzählte uns, wie es zu diesem Glücksfall kam und was jetzt schon dort gebaut wird.

Auch in Dewitz hatte die Ortsgemeinschaft angepackt und 2023 eine Boule-Bahn errichtet. Sie ist für jedermann nutzbar und eigentlich wollten auch wir eine französische Kugel schieben. Aber wir waren hoffnungslos zu spät und fuhren weiter nach Sehlis.
Genussreiches in Sehlis
Hier wurde von der Ortsgemeinschaft erst vor Kurzem der selbstgebaute Dorf-Backofen in Betrieb genommen. Ganz wie früher soll dieser Platz eine Begegnungsstätte im Ortsteil sein. Herr Gallschütz schilderte den Werdegang und wir hatten den Backofenduft deutlich in der Nase, weil wir nach dieser langen Tour zumidest großen Appetit auf frisch gebackenes Brot verspürten.
Wenn es auch nichts Gebackenes gab, fanden wir nur wenige Meter weiter im Südhaus der "Werkstatt für nachhaltiges Leben und Arbeiten e.V." ein gemütliches Plätzchen im Lehmbau und lauschten sichtlich zufrieden einer Lesung von S. Kabelitz. Was für ein schöner Abschluss dieser spannenden Tour.
Aber wer meint, wir müssten doch nach diesen fast vier Stunden ziemlich gewesen knülle sein, hat nicht mit diesen Teilnehmern gerechnet. Dieser Raum im Südhaus lud ein, noch einmal einige Tanzschritte zu probieren - Was prompt zur späten Stunde auch genutzt wurde.
