Die BürGeTa ist derzeit mit der Stadt Taucha über die Entwicklung eines Strombilanzkreismodell zwischen Stadt Taucha und der BürGeTa in Verhandlung. In diesem Zuge will die BürGeTa kommunale Dächer pachten, darauf eigenfinanzierte Photovoltaikanlagen errichten und betreiben. Die Photovoltaikanlage soll nach Fertigstellung an die Stadt Taucha verpachtet und in einem Strombilanzkreismodell betrieben werden.
Das Strombilanzkreismodell ist ein energiewirtschaftliches Abrechnungsmodell, das es Eigentümern (insbesondere Kommunen oder Unternehmen) ermöglicht, selbst erzeugten Strom (z.B. aus Photovoltaik) gebäudeübergreifend über das öffentliche Stromnetz zu nutzen. Der erzeugte Strom wird virtuell mit dem Verbrauch an anderen Standorten verrechnet, ohne dass physische Direktleitungen nötig sind.
So funktioniert das Modell
- Virtuelle Verrechnung: Die Erzeugungsanlage (z.B. auf dem Dach der Sporthalle) speist den Überschussstrom in das öffentliche Netz ein. Zeitgleich entnehmen andere Liegenschaften (z.B. das Rathaus oder Schulen ohne eigene Anlage) Strom aus dem Netz.
- Bilanzkreis: Ein Bilanzkreis ist ein virtuelles Energiemengenkonto, das sicherstellt, dass Erzeugung und Verbrauch ausgeglichen sind. Das Modell saldiert diese Mengen.
- Vorteile: Es muss weniger teurer Netzstrom zugekauft werden und der selbst erzeugte Strom wird wirtschaftlich optimal genutzt, da Volleinspeisungen vermieden werden.
- Energy Sharing: Das Konzept ähnelt dem Energy Sharing, bei dem regional erzeugter Strom lokal geteilt wird.

So funktioniert der Strombilanzkreis. Ein Beispiel Bad Doberan in Mecklenburg-Vorpommern.