Am 18. November hat erneut eine Veranstaltung im Rahmen der Bürgerbeteiligung zu diesem B-Plan-Vorhaben im Merkwitzer Stübchen stattgefunden. Ziel war die „Vorstellung des aktuellen Planungsstandes GE/GI Merkwitz“ als begleitende Maßnahme zum am 13.11. erfolgten Auslegungsbeschluss zur Beteiligung der Öffentlichkeit ab 10.12.2025.
Dies war die dritte Veranstaltung nach der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit im Oktober 2024 und der Dialogveranstaltung im Juni 2025 in der Kulturscheune. Dabei sollte vor allem noch einmal dargestellt und erläutert werden, welcher Planungsstand jetzt erreicht wurde und wie dabei die Anregungen und Hinweise aus der Bevölkerung Berücksichtigung fanden.
Schwerpunkte dabei waren:
- Verkleinerung der Fläche für Industrie- und Gewerbeansiedlungen auf jetzt ca. 46 Hektar (früher: 50);
- entsprechend mehr Fläche für Begrünung, Naherholung und ökologische Ausgleichsmaßnahmen auf jetzt ca. 39 Hektar (früher: 34);
- eindeutige Staffelung: Industriegebiet am entferntesten von Merkwitz, davor Gewerbegebiet mit geringeren Bauhöhen und niedrigeren Immissionswerten;
- Gestaltung des Grünstreifens/Gehölzriegels mit breiterer und „blickdichter“ Bepflanzung;
- Verkehrserschließung nur über BMW-Allee;
- Regenwasser wird überwiegend direkt auf der Fläche versickert, keine zusätzliche Belastung der umliegenden Wasserführungen; Dach und Fassadenbegrünung vorgeschrieben;
Das Merkwitzer Stübchen war bis zum letzten Platz gefüllt und die Zuhörer folgten sehr aufmerksam und mit vielen kritischen und nachdrücklichen Fragen den Vorträgen. Das und die anschließende sehr engagierte Diskussion fanden in einer sehr sachlichen und konstruktiven Art und Weise statt, wobei vor allem sehr viele Fragen zur Hör- und Sichtbarkeit der Gewerbeansiedlung diskutiert wurden. In diesem Zusammenhang wurden besonders der fehlende Wall und die Anpflanzung von Gehölz anstelle eines expliziten Mischwaldes kritisiert.
Andererseits wurden auch noch einmal die positiven Effekte für die mögliche wirtschaftliche Weiterentwicklung der Stadt und Region hinterfragt und erläutert.
Unser Fazit: die Planungen wurden im Hinblick auf Umweltverträglichkeit und Akzeptanz eindeutig verbessert, jedoch bleibt die Frage, ob eine derartige Neuansiedlung mit dem entsprechenden Landschaftsverbrauch heute noch zeitgemäß ist?!
Wir empfehlen, die Gelegenheit der öffentlichen Auslegung vom 10.12. bis 30.1. zur eigenen Urteilsbildung, sowie zur Einreichung von Hinweisen, Anregungen und Kritik intensiv zu nutzen.
