Im vollen Sehliser Südhaus haben wir am 24.11. den Dokumentarfilm „Toxic Harvest“ aufgeführt. Anschließend diskutierten wir mit Silke Bollmohr vom Inkota-Netzwerk über das Gesehene. Eindrucksvoll wurde gezeigt, wie große Konzerne in Europa verbotene Pestizide massenhaft in Afrika verkaufen und die Farmer von ihren Produkten abhängig machen. Bäuerinnen und Bauern, die diese Gifte einsetzen müssen, ruinieren ihre Gesundheit, ihren Boden, das Wasser, ja die gesamte Umwelt.
Es gibt unter afrikanischen Frauen auch eine stärker werdende Gegenwehr. Es wachsen Ansätze für einen Umbau der Landwirtschaft auf eine ökologische Anbauweise. Aber es gibt riesige Hürden. Keine versteht, warum wird mit unterschiedlichem Maß gemessen, wenn es um menschliche Gesundheit geht. Im Publikum war man sich einig: Es ist im höchsten Maße ungerecht, dass die Konzerne, wie Bayer und BASF, Gewinne im globalen Süden scheffeln können, ohne Verantwortung für die verheerenden Folgen zu tragen.
Bitte unterzeichnet!
Hier setzen wir einen zu einem Link zu einer Petition an die Europäische Union, die ein umfassendes Verkaufsverbot für Pestizide fordern.
Um auf das Problem aufmerksam zu machen, sind der Film derzeit auf Tour. Neben hier bei uns wurde er unter anderem auch in Leipzig, Görlitz, Berlin, Köln und Dresden gezeigt. Wir als Verbraucher*innen können wir verschiedene Hebel ansetzen. Wir können die Petition unterzeichnen, weitersagen, was wir im Film erfahren haben, und im Supermarkt genau hinschauen. Unser Überfluss in den Regalen wird mit Ausbeutung und Leid bezahlt.
